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Diözesan-Caritasverband Osnabrück, 22.08.2012

Caritas will mehr Geld für Lohn der Fachkräfte

Kritik an Verhandlungsbereitschaft der Kostenträger

Bistum Osnabrück, 22. August 2012. Soziale Arbeit muss gut bezahlt werden. Diese Ansicht vertreten Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite des Caritasverbands für die Diözese Osnabrück gleichermaßen. „Im Vergleich zu anderen Sparten laufen Berufe wie „Pflege“, „Betreuung“ und „Beratung“ sonst Gefahr, abgehängt zu werden“, sagt der Vorsitzende des Caritasrats Dr. Gerrit Schulte. „Und das kann sich unsere Region nicht leisten. Im besten Fall sind soziale Berufe nicht nur inhaltlich attraktiv, sondern auch finanziell.“

„Uns sind die Hände gebunden“, so der stellvertretende Caritasdirektor Günter Sandfort . „Unsere Ausgaben in den Diensten und Einrichtungen – mehr als 80 Prozent sind Personalkosten – dürfen selbstverständlich nicht höher sein als die Einnahmen.“ Zu den Einnahmen gehören Entgelte von Nutzern der Angebote sowie Geld von Kassen und Kommunen für die Pflege und Betreuung. Sandfort betont: „Wir bedauern, dass die Kostenträger nicht bereit sind, höhere Sätze zu zahlen. Gerne würden wir dieses Geld an unsere Mitarbeitenden weitergeben. Deren Unmut können wir verstehen. Wenn Mitarbeitende symbolisch Gelbe Karten verteilen, leiten wir diese an die Kostenträger weiter.“

In den Tarifverhandlungen für Norddeutschland hat die Arbeitnehmerseite das Angebot der Arbeitgeber abgelehnt. Dazu gehörte im Wesentlichen eine deutliche Tarifsteigerung für die meisten der 17.500 Mitarbeitenden unter dem Dach der Caritas im Bistum Osnabrück. Ein weiteres Ziel ist, gering qualifizierten Mitarbeitenden angemessene Löhne und Gehälter zu zahlen.

 

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